Archiv für die Kategorie ‘Fußball’

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Zwei ARD Brennpunkte und dazwischen 302 Tage Frust

April 27, 2009

Nicht nur Peter Alexander sagt beim Abschied leiste Servus sondern auch der große Reformator des deutschen Fußballs. Jürgen Klinsmann wurde nach knapp 10 Monaten Trainer Engagement beim FC Bayern München heute entlassen. Er darf also seine Koffer packen und zurück ins sonnige Los Angeles.

Garkein schlechter Zeitpunkt, wenn man bedenkt das L.A. heute Runde zwei in den NBA Playoffs erreichen wird. Klinsmann sich dann gepflegt im Staples Center die zweite Runde gegen Denver ansehen und warscheinlich den Einzug ins Confrence Finale bejubeln. Aber das nur am Rande…

Als Klinsmann vor eben jenen 302 Tagen sein Amt antrat, sprach er damals – und auch noch oft danach im Laufe der Saison – von Dominanz auf dem Platz und davon, jeden Spieler jeden Tag ein bisschen besser machen zu wollen.

Was er davon nach einer Saison erreicht hat, soll jeder selbst entscheiden. Die Pressekonferenz zur Entlassung heute, war jedenfalls sehr unterhaltsam. Da waren sie also wieder das dynamischen Duo, Rummenigge und Hoeneß allein mit dem Finanzvorstand des FC Bayern München. Vorallem Hoeneß genoss die Situation, endlich wieder als alleiniger Wortführer für das aktive Geschäft, vor der Werbewand mit den Sponsoren des Clubs sitzen zu können.

Er Fühlte sich so wohl, dass er gefühlte 10 Miunuten lang über vergangenes “performte” und in jedem zweiten Satz erwähnen musste, dass “Don” Jupp tatsächlich erst gestern Abend kontaktiert wurde.  So war er natürlich beim Heimspiel gegen Schalke auch nur ganz zufällig im Stadion, er sei halt “ein Fußball Fan und wir telefonieren alle zw… sechs bis acht Wochen. Dieses Wochenende war er dann zufällig in der Stadt…”, ja ne is klar Ulli ;) .

Klinsmann sei sockiert gewesen, als man ihm die Entscheidung mitgeteilt hatte. Die Verantwortlichen waren aber auch nach dem 0:2 der Wolfsburger “fest entschlossen, es diesmal wirklich durchzuziehen” und den Trainer zu beurlauben. Man hofft nun, dass die Spieler vom Alibi des Trainers befreit sind und erwarten von Jupp Heynckes nun Schwung für die letzten 5 Bundesligapartien.

Für die Meisterschaft muss man bekanntlich auf dem ersten Platz der Tabelle stehen, dass der FC Bayern diese Saison noch nie am Ende eines Spieltages ganz oben stand, war Uli Hoeneß nicht müßig zu beonten. Das dies vorallem an den Spielern gelegen haben könnte, vergaß er dann doch glatt im Eifer des Gefechts zu erwähnen…

Das man mit den Oddo’s, Lells, Breno’s und Ottl’s dieser Welt keinen Blumentopf gewinnen kann, gegen Clubs wie Barcelona, scheint unterdessen für niemanden beim FC Bayern ersichtlich.

Wie dem auch sei, die Ära Klinsmann geht zu Ende wie sie begann, mit einem ARD Brennpunkt. Nicht mal die Vorstellung eines neuen Bundestrainer bekommt solch eine “Ehre” der 15-25 Minuten zur absoluten Primetime. Dort sah man heute ein Gesicht, dass selbst der geneigte Fußballkenner dort nicht erwartet hatte. Gerd’ Delling moderierte, was man soweit noch erwarten konnte. Mit ihm im Studio stand aber kein Paul Breitner, kein Günther Netzer sonder Helmut Markwort. Helmut wer? Helmut Markwort ist Mrs. “Fakten Fakten Fakten und an die Leser denken!”. Der Chef und Herausgeber des Focus. Er ist einer der 8 Aufsichtsratmitglieder des FC Bayern München.

Der Mann der die Bild Zeitung in Deutschland’s Magazinwelt hervorbringt steht also dort am Pult und äußert sich zum Fußball. Er äußert sich nicht allgemein, nein,  sondern zeigt klare Defizite in Klinsmanns im Training auf, die er und die anderen sieben Weisen des Aufsichtsrats entdeckt haben wollen.

Er selbst erweckt nicht den Anschein als würde er Regelmäßig das Leder treten. Warscheinlich würde er es nicht mal unter sich sehen, wenn es ihm am Fuß liegen würde. Er Philosphiert davon, dass Klinsmann zu wenig mit dem Ball hat trainieren lassen und überhaupt, die andern Aufsichtsratmitglieder waren auch davon überzeut das Klinsamnn es nicht mehr schaffen konnte.

Wenn solche leute, Eintscheidungskompetenz in sportlichen Fragen haben beim Vorzeigeclub Deutschland’s, dann wird auch ein Arsen Wenger den Karren nicht mehr aus dem Dreck ziehen können!

Viel interessanter wäre es doch gewesen, wenn man Ulli Hoeneß für den ARD Brennpunkt ins Studio bekommen hätte. Egal wie man zu ihm steht, ist eines der Sprachrohre im deutschen Fußball dem man gern, und aufmerksam zuhört. Mit ihm hätte man erst das Top-Thema Klinsmann abhandeln können und dann nahtlos zum zweiten Top-Thema des Tages über gehen können. Schweine-Grippe!

Denn auch zum Thema Schwein, hätte Würstchen Ulli sicher einiges zu erzählen gehabt…

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Ulli Potowski und der Fahnenpapst

März 23, 2009

Erstaunliches bot sich dem geneigten Zweitligagucker am Freitagabend. Nach einer tristen und trüben dem Wetter angepassten ersten Halbzeit in der Konferenz, in der an diesem Freitag eh nur schwache Mannschaften vertreten waren, geschah es dann zu Beginn der zweiten Hälfte.

Stefan Schlott, Linienrichter aus Marktl am Inn, ja der Geburtsort von unser aller (Wir sind Papst) Benedikt XVI, hatte scheinbar keinen günstigen Beistand von oben, denn Übelkeitsanfälle bemächtigten sich seiner, sodass er das Spiel nicht fortsetzen konnte. Kein Problem denkt man, es gibt ja den vierten Offiziellen wie er so schon im Fachdeutsch DFB heißt, ein Mann (wahlweise auch Bibiana Steinhaus, kein Mann) der 90 Minuten am Spielfeldrand steht, dafür außerordentlich gut bezahlt wird und sich mit den Trainern unterhält. Ab und Zu, wenn ein Schiedsrichter ausfällt springt er ein. Diesmal nicht, denn in der ZWEITEN Liga gibt es diesen Ausgabeposten nicht. Demzufolge wurde nach einem Schiedsrichter unter den Zuschauern gefahndet und nach 17 Minuten verlängerter Halbzeitpause mit Carlos Prada der Schiedsrichter-Obmann aus Oberhausen gefunden, der entgegen aller Befangenheitsbefürchtungen einen sehr guten Job machte. Zugegeben, viel falsch machen konnte er auch wieder nicht, denn ein offensivschwächeres Spiel als das 0:0 von Oberhausen gegen Osnabrück kann man sich getrost nicht ausdenken. Diese 17 Oberhausener Minuten sprengten den Konferenzrahmen jedoch so deutlich, dass Premiere zum Schluss nur noch die Einzeloption anbot. Und da traute man seinen Ohren kaum:

Ulli Potowski, die Bundesliga-Urlocke des Privatfernsehens, bei RTL mittlerweile zum Kommentieren des Domino Days degradiert, kommentiert also Einzelspiele der Zweiten Liga bei Premiere. Und gerade ein 0:0 bietet Platz für ausführliche Kommentare. Nicht zum Spiel aber Hauptsache Kommentare. Es gibt also noch Hoffnung in düsteren Zeiten, solange Ulli Potowski die zweite Liga kommentiert kann es nur Berg auf gehen.

Daniel Braun

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FCB zum Quadrat

März 23, 2009

Da setzt man sich gemütlich vor den Fernseher, um die Champions League Auslosung zu schauen, guten Gewissens, dass deutsche Vertreter und insbesondere Bayern München doch noch immer mit Glück geschlagen waren, und dann kommt so was:

FC Barcelona! Mes que un Club!

Mehr als ein Club und jeder der schon einmal dort war weiß, das ist nicht nur daher gesagt. Ganz nebenbei die vermutlich beste Mannschaft der Welt, mit dem besten Spieler der Welt, Lionel Messi. Es scheint so, als wäre alles Glück der Bayern schon in der Achtelfinal Auslosung aufgebraucht worden, denn Sporting Lissabon erwies sich nicht mal als Kanonenfutter und bekam folgerichtig gleich das volle Dutzend eingeschenkt.

Nun kommt es also zum Aufeinandertreffen der beiden stärksten Offensiven der Champions League (jeweils 24 Tore in acht Spielen) und ganz nebenbei zum Duell der besten linken Seite mit der besten rechten Seite der Königsklasse. Zu erwarten ist also ein Spiel auf einer Seite, denn die beiden treffen schließlich direkt aufeinander.

Ribéry, Ze Roberto und Lahm gegen Messi, Xavi und Dani Alves. Der beste Linksverteidiger gegen den besten der rechten Seite und die beiden besten Flügelstürmer auf ihrer jeweiligen Seite.

Kann man nur hoffen, dass sich der FCB aus Deutschland gegen den FCB aus Katalonien besser anstellt, als der FCM aus Malaga, der sich am Sonntag gepflegt den Popo versohlen ließ und mit 6:0 nach Hause geschickt wurde. Wie es ausgeht sehen wir dann am 7. April, wenn der FC Bayern im Camp Nou antreten darf.

Hoffen wir das Beste, lieber Leser!

Daniel Braun

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