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10 Tage NBA Playoffs

April 27, 2009

10 Tage lang heißt es für den geneigten Basketball Fan spätestens um 1 Uhr deutscher Zeit, aufstehen!

10 Tage, 8 Serien, 4 im Osten und 4 im Westen, 30 Spiele, 2 Verlängerungen und einige „tiefgreifende“ Erkenntnisse.

Der erste, und eventuell nicht einzige, Sweep in diesem Jahr ist perfekt. Im Osten hat „King“ James mit seinen Cleveland Cavaliers, die Champs von 2004, Detroit Pistons,  in Runde eins eliminiert.

Die Pistons zeigten, dass sie wirklich „done“ sind und seit dem Billups <-> Iverson Trade nur noch darauf warten das ihre Verträge endlich auslaufen.

Exemplarisch dafür, Rasheed Wallace (anm.d.r.: The Real Chosen-One) mit 11/30 und 36% aus dem Feld, 6 Rebounds und 0,25Blocks pro Spiel, holte in 4 Spielen nicht einen Freiwurf heraus.

Ebenfalls zu nennen Tayshawn Prince mit 15/14/5/1 über die Gesamte Serie in allen 4 Spielen zusammen. Zum Vergleich Rajon Rondo im Spiel 4 der Celtics gegen die Bulls mit 25/11/11/2 in 55 Minuten bei nur einem Turnover.

Erschreckend wie sehr sich die Pistons aufgegeben haben, viel erschreckender die Cavs um ihren SuperMegaAmazingHappens Superstar LeBron James. Sie bewegen sich auf  und Abseits des Courts, mit einer Arroganz die stark an die früheren Celtics erinnert. Diese haben ein solches Verhalten aber erst gezeigt, nachdem sich die Hände voller Ringe hatten. LeBron und seine Scrubs hingegen, haben bisher noch nichts gewonnen außer den Confrence Titel im letzten Jahr…

Die Chancen das in diesem Jahr der erste Ring dazu kommt, stehen nicht schlecht. Dennoch ist die Körpersprache alle Caves Spieler, schlichtweg zum abgewöhnen und trägt nicht zur Unterhaltung des neutralen Zuschauers bei.

Wie dem auch sei, James hat in Runde eins gezeigt das er auf einem Niveau angelangt ist, dass nur ein MJ in solch jungen Jahren hatte. Er ist im drive nicht zu stoppen. Besitzt das Auge für die Mitspieler, ist wahnsinnig clutch wenn es auf das Ende des Spiels (statistisch der zweitbeste nach Kobe) zu geht und er bewegt sich gut am offensiven und eigenen Brett beim Rebound. Nicht auszudenken wenn er wie angekündigt, im nächsten Sommer, an seinem low-post-game arbeiten wird.

Mit seiner Größe und seinem Gewicht kann er durchaus auf der 4 spielen und wenn er sich brauchbare Moves für diese Position aneignen sollte, könnte er in der Perfektion seines Spiels wohl Michael Jordan übertrumpfen.

Negativer Nebenaspekt ist das zu Jordan’s zeiten die NBA zwar von ihrem Superstar profitierte, sich aber nicht nach ihm richtete. Der Hype um LeBron Superstar nimmt schon jetzt Züge an, die schlichtweg unerträglich sind.

Wenn im nächsten Jahr die Änderung bezüglich der Schrittfehler-Regel tatsächlich kommt, so das Lebron sein „crap dribble“ tatsächlich von Ligaseite aus legitimiert bekommt. Kann man davon ausgehen das man über kurz oder lang die Fans vergrault.

Denn schon in diesem Jahr sind die Leistungen der Schiedsrichter absolut indiskutabel. Schrittfehler werden gar nicht mehr gepiffen, Fouls nur dort wo keine sind. Es verdirbt einem so langsam aber sicher den Spaß als Zuschauer.

Ganz besonders auch bei dieser Szene:

Ein junger Spieler ist mit Emotionen dabei und bekommt dafür was? Ein Technisches Foul!

Hätte LeBron James diesen Dunk über Duncan gezeigt mit einer solchen Reaktion wäre es der nächste „amazing happens“ Moment für eine Werbung gewesen. Traurig!

Ansonsten hat man bisher zwei Serien die nach 4 Spielen 2-2 stehen.

Boston vs. Chicago: 2:2

à Die bislang beste Serie. Hält das, was Mavericks gegen die Spurs versprochen hat. Enge Spiele, Spiel 4 sogar mit double Overtime. Clutch Plays von Ray Allen, Pierce und Ben Gordon auf seiten Chicagos.

Und zwei Pointguards die auf dem Weg sind, zu den Besten drei der Liga zu gehören. Derrick Rose und Rajon Rondo.

Rondo legt bisher ein tripple double bei Punkten, Rebounds und Assists in dieser Serie auf.

Rose stellte in seinem ersten Playoff-Spiel, den Rekord für die meisten Punkte eines Rookies in seinem erstem Postseason-Spiel ein. Er erzielte 36 Punkte und teilt sich diesen Rekord nun mit Kareem Abdul Jabbar.

Phily vs. Orland Magic: 2:2

Ausgeglichene Serie bisher. Geprägt durch die total Ausfälle von Hedo Turkoglu und Rashard Lewis auf seiten Orlandos. Phily mit viel Herz dabei, allem Anschein nach findet Turkoglu allerdings langsam seinen touch. Der Game-Winner im letzten Spiel wird wahrscheinlich die Wende zu Gunsten Orlando’s gebracht haben.

Die Lakers werden heute alles klar machen und am Ende wohl 4:1 gegen Utha gewonnen haben.

Die Serien Dallas vs. Spurs und Rockets vs. Portland stehen nun jeweils 3:1.

In beiden Serien kann man von einer Vorentscheidung sprechen, aber das Momentum kann sich blitzschnell mit einer Niederlage in Spiel 5 drehen.

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